Juli 1, 2019

SOMMERURLAUB IN DEN BERGEN

Aktivitäten

Auf insgesamt 1.500 Kilometern Breite und etwa 200.000 m2 Fläche durchziehen die Alpen von Frankreich im Westen bis nach Slowenien im Osten Europa. Keine andere Region in Europa bietet ganzjährig ein attraktiveres Programm: Von Skiurlaub im Winter hin zu Sommerurlaub in den Bergen. Wie ein Magnet ziehen die schneebedeckten Gipfel des höchsten Hochgebirge Mittelgebirges in Frankreich, Monaco, Italien, Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Österreich, Slowenien im Winter Ski- und Snowboarder in ihren Bann. Dabei sind die Alpen im Frühjahr, Sommer und Herbst gleichermaßen einen Besuch wert. Mit einer Vielzahl an gut erschlossenen Wanderregionen, vielfältigen Attraktionen und ansprechenden Unterkünften hat sich Österreich zum Urlaubsziel Nummer 1 für Naturfans und Erholungssuchende entwickelt.

Die Alpenregion überzeugt mit atemberaubenden Gebirgslandschaften, klaren Badeseen, sauberer Luft, blumigen Wiesen und historischen Städten und macht so dem Urlaub in der Ferne Konkurrenz. Nur einige Stunden Fahrzeit lassen uns neue Urlaubsdestinationen unweit der Heimat entdecken. Die Vorteile für einen Urlaub im deutschsprachigen Raum liegen auf der Hand: Gute Infrastruktur, überschaubare Kosten und gleichzeitig eine kostengünstige Anreise – auch die Umwelt dankt es uns.  

Österreich ist nicht nur für Wanderer ein idealer Sommerurlaub in den Bergen, die Alpenrepublik bietet Urlaubern gleichzeitig Entspannung und Adrenalin pur. Attraktionen wie Canyoning, Gleitschirmfliegen und Thermalquellen locken auch Nicht-Gipfelstürmer nach draußen in die traumhafte Alpenkulisse. Mit folgenden Tipps wird Ihr Sommerurlaub in Österreich abwechslungsreich und unvergesslich.

Wasserfälle: Knapp 400 Meter in die Tiefe

Statt den Weg nach oben in Richtung des höchsten Gipfels zu nehmen führt eine Wasserfall-Wanderung in die Tiefen der österreichischen Gesteinswelt. Spektakulär ist der Anblick allemal, wenn mehrere tausend Tonnen Wasser in die Tiefe stürzen. Die Natur in ihrer ursprünglichsten Form zeigen die tiefen Felskessel, Höhlen und Schluchten. Insbesondere im Frühjahr beeindrucken die vom Schmelzwasser der Gletscher herabfließenden Wassermassen.

Einen Besuch wert sind der naturdenkmalgeschützte Schraubenfall und der Kesselfall in Tirol (https://www.zillertal.at/poi/poi/detail/430013834/naturdenkmal-schraubenfall.html).  Auch der Stuibenfall im Ötztal ist nicht weit entfernt, er ist mit 159 Metern Höhe der höchste Wasserfall Tirols. Beeindruckend sind auch die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land, die 385 Meter in die Tiefe stürzen und damit die höchsten Wasserfälle Österreichs darstellen. Im weltweiten Vergleich stehen die Krimmler Wasserfälle auf Platz 5. Wanderwege mit leichtem Schwierigkeitsgrad machen die Wasserfälle in den Bergen auch für ungeübte Wanderer oder Einsteiger erlebbar.

Entspannung am Bergsee

Es muss nicht immer der Pazifische Ozean sein: In der österreichischen Seenvielfalt findet jeder sein Fleckchen zum Verweilen, Schwimmen und Sonnen. Eingebettet in ein spektakuläres Bergpanorama mit dem Blick auf Bergketten, Wälder und Weiden sowie gesegnet mit einer hohen Wasserqualität und angenehmen Badetemperaturen: Ein Tag am See bietet die idealen Bedingungen zur Erholung im Sommerurlaub in den Bergen. Wem das Sonnenbaden oder Schwimmen zu langweilig ist, kann sich beim Stand-Up Paddeln oder Tretboot fahren auspowern. Größere Seen bietet auch die Möglichkeit für Schifffahrten oder zum Segeln.

Jede Region in Österreich verfügt über eine Vielzahl an Seen, vom kleinen, ruhigen Badesee bis zum Achensee, dem Tiroler Meer, ist für jeden etwas dabei. Die nächste Abkühlung findet sich oft nur wenige Geh- oder Autominuten von der Unterkunft entfernt. (https://www.tirol.at/reisefuehrer/natur-gesundheit/badeseen/badeseen-in-tirol)

Wer doch etwas Pazifik-Luft schnuppern möchte, findet am am Durlaßboden Stausee in Gerlos die perfekten Surfbedingungen. Auf 1.400 Metern Seehöhe befindet sich die höchstgelegene Surfschule Österreichs. Auch zum Stand-Up Paddeln und Tretboot fahren bietet sich der Stausee an (https://www.zillertal.at/artikel/artikeldetail/BAAE9980DFCC95A8C2A27DD080FAE61F/302/durlassboden-stausee.html). Das quellfrische Wasser erwärmt sich im Sommer auf angenehme 21 Grad.

Raus aus den Bergen, rein in die Stadt

In Kontrast zu grünen Wiesen, weidenden Kühen und glitzernde Seen laden die österreichischen Städte im Österreich-Urlaub zu einem abwechslungsreichen Tagesausflug ein. Neben der Hauptstadt Wien, zählen Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt zu den größten Städten des Landes. Mit Einwohnerzahlen über 100.000 verfügt jede einzelne über ein entspanntes Flair und sehenswerte historische und moderne Architektur. Abgesehen von Wien sind die Städte von einer so angenehmen Größe, sodass die Wege problemlos zu Fuß zurückgelegt werden können.

Wer Abwechslung von den zahlreichen Aktivitäten in der Natur sucht, findet sie beispielsweise in den Gassen der Altstadt von Innsbruck. Egal ob ein Besuch im Zoo, österreichische Geschichte im Museum erleben, ein Shoppingausflug oder ein Abendessen mit österreichischen Schmankerln. Ein besonderes Highlight ist zudem ein Besuch der von der Architektin Zaha Hadid gebauten Sprungschanze, die neben einer Aussichtsplattform auch ein Restaurant beherbergt (https://www.tirol.at/reisefuehrer/ausflugstipps/ausflugsziele/a-bergisel-schanze-innsbruck). 250 Meter oberhalb der Stadt Innsbruck können die Besucher hier mehr über die Geschichte des Skispringens erfahren und gleichzeitig den Ausblick auf die Stadt genießen.

Paragliding

Die Faszination der Berge im Sommerurlaub von oben erleben: Tandem-Paragliding ist eine einmalige Gelegenheit, Österreich aus einer neuen Perspektive und gleichzeitig die Freiheit des Fliegens zu erleben. Drei, vier Schritte geht es dem Abgrund entgegen, bevor der Gleitschirm in die Höhe steigt und man die Schwerelosigkeit am eigenen Körper erleben kann und die Beine in der Luft baumeln. Keine Kabine trennt die Abenteurer von der Höhenluft, was Paragliding neben einem Fallschirmsprung zu einem einzigartigen Naturerlebnis macht. Bereits kurz nach dem Start manövriert der erfahrene Tandem-Partner den Schirm in die thermischen Strömungen. Das sanfte Gleiten bietet ausreichend Zeit den Blick auf die auftürmenden Gebirgsmassive, schneebedeckten Gletscher und die endlosen Weiden entspannt zu genießen.

Insbesondere Tirol hält  mit seinen zahlreichen hohen Berggipfeln ideale Start- und Landebedingungen für Gleitschirmflieger bereit. Große Höhenunterschiede von über 1.000 Metern versprechen lange Flugzeiten.

Kulinarische Entdeckungstour

Die Österreicher sind stolz auf ihre heimische Käsevielfalt: Mehr als 400 verschiedene Käsesorten werden in Österreich produziert, viele davon stammen aus kleinregionaler Milchwirtschaft. Die Herstellungsverfahren sind auch heute noch überwiegend traditionell. Damit ist der Käse nicht nur bei den Österreichern beliebt: 74.000 Tonnen Käse hat Österreich im Jahr 2017 allein nach Deutschland exportiert. Ein Grund mehr für Käseliebhaber, der Herkunft des Käses bei einem Urlaub in Österreich genauer auf den Grund zu gehen. Zahlreiche Sennereien und Käsemeistereien lassen sich bei ihrer Produktion über die Schulter schauen und bieten Besichtigungstouren und Verkostungen an (https://www.tirolkaese.at/betriebe/kaesereien-und-sennereien).  

Neben Käse werden in Österreich auch andere kulinarische Köstlichkeiten hergestellt, beispielsweise Schokolade, Wein (http://www.tirolwein.at/weinbaubetriebe/) und Hochprozentiges. Auch hier kann man einen Blick in die Produktion werfen, an Verköstigungen teilnehmen oder im Ladengeschäft Mitbringsel für die Daheimgebliebenen ergattern. 

Thermalquellen

In Österreich entspringen unzählige Wasserquellen. Im Sommerurlaub in den Bergen erlebt man hautnah beispielsweise bei einer Wanderung den Weg des Wassers durch das Gestein, von der Quelle zum Gebirgsflüsschen, über Wasserfälle, Höhlen bis hin zu rauschenden Flüssen und tiefen Seen. Über 1.000 Quellen entspringen allein im Bundesland Tirol. Eine andere Möglichkeit die Kräfte des Elements Wasser kennenzulernen bieten die Quellen und Bäder, die die Heilkraft des Wassers zu Behandlungszwecken nutzen. In der Therme Aqua Dome badet man in dem 40 Grad warmen schwefelhaltigen Quellwasser aus fast 2.000 Metern Tiefe der Längenfelder Quelle. Neben der Erholung in einem der zwölf Becken und sieben Saunen, kann man gleichzeitig den atemberaubenden Blick auf das Ötztal genießen. https://www.aqua-dome.at/de/therme/

Wer es gemütlicher mag, macht sich in der Natur auf die Suche nach dem heilbringenden Wasser. Mehrere Quellen sprudeln am Wegesrand und sind aufgrund ihrer hervorragenden Wasser- und Heilqualität einen Besuch wert: Aus dem Marienbrunnen neben der Klosterkirche Maria Waldrast lässt sich das bei den Einheimischen und Besuchern bekannte und beliebte Waldraster Heilwasser abfüllen, dem regenerierende, reinigende und kräftigende Kräfte zugeschrieben werden. Ein Highlight stellt auch das Aigner Badl dar, in einem denkmalgeschützten Holzhaus in Abfaltersbach befindet sich das letzte Bauernbad Österreichs. Traditionsgemäß kann man im Urlaub ein Bad in einer Lärchenbadewanne mit Deckel baden und sich im Wasser der Kalzium-Sulfat-Mineral-Heilquelle entspannen. https://www.tirol.at/reisefuehrer/natur-gesundheit/wellness/thermen-in-tirol

Canyoning: Adrenalin pur

Starke Nerven werden mit einem Adrenalinkick belohnt: Beim Canyoning erlebt man die Natur auf ganz besondere Weise. Wer mutig ist, kraxelt durch eine Klamm, springt in natürliche Wasserbecken, schwimmt durch Höhlen und seilt sich über tosenden Wasserfällen ab. Österreich ist ein Eldorado für Abenteuerlustige und Adrenalinsuchende: Gesichert mit Seil, Helm und Neoprenanzug erkundet man so die tiefsten Schluchten und erlebt die Wassermassen hautnah.

Die vom Nederbach über tausende von Jahren geformte Auerklamm im Ötztal ist eine Top-Destination für Anfänger und Geübte: Mit einer Abseilhöhe von bis zu 15 Meter, Sprüngen bis zu sechs Metern, Rutschen bis zu 13 Metern Höhe und 15 Metern Länge sind die Touren-Möglichkeiten für Canyoning-Sportler unbegrenzt.

Bouldern und Klettern

Bouldern ist in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Freizeitsportart geworden. Wohnt man nicht in den Bergen, muss man ab in die Halle, um erste Klettererfahrung zu sammeln. Dabei stammt die Bezeichnung „boulder“ aus dem Englischen und bedeutet „Felsblock“. Warum also nicht die Ursprünge des Boulders in der Natur selbst entdecken? Bouldern ist insbesondere deshalb so beliebt, da auch Anfänger ohne Klettererfahrung und ohne das Erlernen von Sicherungstechniken sofort starten können. Bei dieser Form des Kletterns wird ohne Gurt und Seil in Absprunghöhe geklettert. Ein Boulder besteht aus vier bis acht Kletterzügen, die den Kletterer auf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden herausfordern. Nicht die Höhe ist ausschlaggebend für die Schwierigkeit, vielmehr zielen die Kletterzüge darauf ab, die Bewegungstechnik und Kraft des Einzelnen zu schulen.

Für das Klettern in der freien Wildbahn reichen Kletterschuhe und Bouldermatte aus und schon kann es losgehen. Im Sommer in Österreich gibt es zahlreiche Kletterregionen, in denen auch das Reinschnuppern ins Bouldern möglich ist. Alle von der Bergweilt Tirol geförderten Bouldergebiete in Tirol befinden sich im Zillertald Dazu zählen Ginzling Wald, Floiteck, Igent, Kaserler Alm und Breitlahner. Weitere Felsformationen zum Bouldern findet man in Imst, Pazaun-Ischgl und im Pitztal. https://www.climbers-paradise.com/kletterdisziplinen/bouldern/

Bei dieser Auswahl an naturgegebenen Boulder-Felsen lohnt sich im nächsten Sommerurlaub in den Bergen das Reinschnuppern in die neue Trendsportart.